Protokoll vom 1. Imkertreff am Lehrbienenstand
Begrüßung und allgemeiner Austausch
Der erste Imkertreff des Jahres wurde von Bernward mit einleitenden Worten eröffnet. Die Veranstaltung war sehr gut besucht; alle Tische („Wabengassen“) waren fast vollständig besetzt.
Im Anschluss erkundigte sich Bernward nach dem aktuellen Zustand der Bienenvölker sowie nach Beobachtungen aus der Praxis. Dabei wurden verschiedene Fragen diskutiert, unter anderem die Frage, ob aktuell mit oder ohne Bodenschieber gearbeitet werden sollte.
Zudem informierte Bernward über eine geplante Sammelbestellung für Bannwabentaschen. Rückmeldungen hierzu sollen bis Mitte Mai erfolgen.
Ein weiterer Hinweis betraf die Kreisimkerversammlung, die am Sonntag, den 25.10.2026, stattfinden wird.
Fachvortrag: Varroa Controller im Jahresverlauf
Armin Goering stellte in seinem Vortrag den Einsatz des Varroa Controllers vor, mit dem eine Behandlung der Bienenvölker ohne den Einsatz von Säuren möglich ist. Vorgesehen sind dabei drei Anwendungen im Jahresverlauf: im Frühjahr, im Sommer und im Herbst.
Für die Sommerbehandlung wurde insbesondere die Arbeit mit Bannwaben hervorgehoben. Pro Bannwabentasche werden zwei Waben eingesetzt, sodass pro Volk lediglich zwei Waben behandelt werden müssen. Dadurch ist es möglich, mehrere Völker effizient zu bearbeiten – beispielsweise bis zu zehn Völker in einem Durchgang.
Der Varroa Controller bietet Platz für insgesamt 20 Waben pro Behandlung. Ein Durchgang dauert etwa drei bis vier Stunden.
Sofern die Witterungsbedingungen es zulassen, plant Armin einen Praxistag am Lehrbienenstand (voraussichtlich an einem Dienstag). Eine gesonderte Einladung wird hierzu erfolgen.
Die Verleihgebühr für den Varroa Controller beträgt 20 Euro pro Wochenende. Das Gerät muss jeweils dienstags wieder am Lehrbienenstand zur Verfügung stehen. Die Koordination erfolgt über Armin.
Weitere Themen
Asiatische Hornisse
- Es wurde empfohlen, den Begriff „Dochtöpfe“ anstelle von „Locktöpfe“ zu verwenden, da letzterer in der Öffentlichkeit eine aktive Anlockung suggeriert und Verunsicherung hervorrufen kann.
- Die Entfernung von Nestern soll ausschließlich durch geschulte Nestentferner erfolgen.
- Primärnester sollten derzeit möglichst belassen werden, da sich konkurrierende Königinnen unter Umständen gegenseitig ausschalten.
- Registrierte Nestentferner erhalten für die Entfernung eines Primärnestes eine Vergütung von 60 Euro. Für Sekundärnester lag die Vergütung im Jahr 2025 bei etwa 200 Euro; die Regelung für 2026 ist noch offen.
Oxalsäurebehandlung
- Es wurde die Frage diskutiert, ob eine Blockbehandlung sinnvoll ist.
- Laut Heinz haben mehrere Oxalsäurebehandlungen keine schädlichen Auswirkungen auf das Bienenvolk.
Der erste Imkertreff des Jahres war gut besucht und bot neben einem informativen Fachvortrag auch Raum für regen Austausch unter den Teilnehmenden. Die Kombination aus Praxisbezug und aktuellen Themen wurde von allen Anwesenden positiv aufgenommen.
Protokoll: Thomas Schlachter